Chronistenstammtisch

Geschichtliches1885 – 1919 | ab 1922

Die Chronisten der Vereine treffen sich zweimal im Jahr zu ihrem Stammtisch.
Neben der eigentlichen Arbeit – die Geschichte der Vereine zu dokumentieren –
fällt der eine oder andere Splitter zur Geschichte des Kleingartenwesens ab:

1660
Rings um die Stadtmauer sind große Privatgärten angelegt.
Im Westen, Richtung Marienthal ist eine Anlage von mehreren Gärten zu erkennen, die als „Neue Gärten“ bezeichnet wurden.

Karte der Stadt Zwickau um 1660

Karte der Stadt Zwickau um 1660; A – St. Marien-Kirche; B – St. Katharinen-Kirche; C – Schloss Osterstein; D – Rathaus ; E – Das Kauffhaus (Gewandhaus). (zum Vergrößern auf die Karte klicken)

 

 

gaertnerei

In der Geitnerschen Treibhausgärtnerei

Die Treibhausgärtnerei in Planitz
Ab dem 15. Jahrhundert brannte über Jahrhunderte zwischen dem heutigen Cainsdorf und Oberplanitz ein mächtiges,  30 Fuß starkes Rußkohlenflöz.
Dr. Geitner aus Schneeberg bemerkte im tiefsten Winter den Rasen, über dem Brand liegend, im schönsten Grün prangen. Da reifte in ihm die Idee, dort einen Garten mit Frühbeeten und Gewächshäusern anzulegen.
1837 begann die Arbeit.  Die warmen Dämpfe gestatteten außer exotischen Blumen auch den Anbau von Bananen, Ananas, Mango, Kakao sowie Gewürznelken und Piment.  In Katalogen wurden mehr als 1.500 Pflanzenarten zum Verkauf angeboten. Es wurden vorwiegend Herrscherhäuser beliefert.
Der Flözbrand ging zurück – ab 1882 wird an dieser Stelle nur noch Ackerbau betrieben.

reitbahn

An der Reitbahn

1900 und 1901
lässt der aus Leipzig stammende Oberbürgermeister
Karl Keil die ersten beiden echten Schrebervereine in Zwickau anlegen. Es sind die Anlagen „An der Reitbahn“  und „Erholung“.

erholung

Vereinsheim der Gartenanlage „Erholung“, um 1928